Die Welt in den leisen Tönen
Biennale Arte 2026: „In Minor Keys“. Venedig wird 2026 wieder zum Epizentrum der zeitgenössischen Kunst. Unter dem Leitmotiv „In Minor Keys“ lädt die 61. Internationale Kunstausstellung dazu ein, die Zwischentöne, das Übersehene und die Kraft der Melancholie in einer lauten Welt zu entdecken.
Das Konzept: Was bedeutet „In Minor Keys“?
Der Titel bezieht sich auf die Musiktheorie (Moll-Tonarten). Moll-Akkorde werden oft mit Introspektion, Traurigkeit, aber auch mit großer emotionaler Tiefe assoziiert. Für die Biennale 2026 bedeutet dies:
- Fokus auf das Periphere: Kunst, die nicht schreit, sondern flüstert.
- Melancholie als Widerstand: Wie können wir in Zeiten von Krisen durch Besinnung und Empathie neue Wege finden?
- Die Ästhetik des Kleinen: Ein Gegengewicht zu monumentalen, ressourcenintensiven Großinstallationen.


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Termine & Eckdaten 2026
Öffnungszeiten und Veranstaltungsorte
Biennale Arte 2026
9. Mai > 22. November 2026
Giardini / Arsenale / Forte Marghera
Sommeröffnungszeiten: 11:00 – 19:00 Uhr (Mai bis September – letzter Einlass 18:45 Uhr)
Bis Ende September, nur Arsenale: Freitags und samstags verlängerte Öffnungszeiten bis 20:00 Uhr (letzter Einlass 19:45 Uhr)
Herbstöffnungszeiten: 10:00 – 18:00 Uhr (Oktober bis 22. November – letzter Einlass 17:45 Uhr)
Montags geschlossen (außer am 11. Mai und 16. November)
Die nationalen Pavillons: Highlights & Künstler (Auswahl)
Deutscher Pavillon (Giardini)
- Künstlerin: Anne Imhof (gerüchteweise Rückkehr nach ihrem Erfolg 2017) oder ein Fokus auf eine junge Position wie Precious Okoyomon.
- Konzept: Eine räumliche Intervention, die die Grenzen zwischen Körper und Architektur in den Fokus rückt – passend zum „Moll“-Thema.
Österreichischer Pavillon (Giardini)
- Künstlerin: Angelika Loderer.
- Konzept: Ihre Arbeit mit vergänglichen Materialien wie Sand und Gussformen reflektiert die Endlichkeit und das Leise der Materie.
Schweizer Pavillon (Giardini)
- Künstler: Latifa Echakhch (oder eine neue Position, die sich mit Klang und Raum befasst).
- Konzept: Die Schweiz wird 2026 voraussichtlich eine akustische Installation präsentieren, die das Motto „In Minor Keys“ direkt musikalisch übersetzt.
Italienischer Pavillon (Arsenale)
- Thema: „Die Architektur der Stille“. Ein Fokus auf italienische Künstler, die sich mit verlassenen Orten und dem Verfall beschäftigen.
Tickets & Vorverkauf 2026
Der Kartenverkauf startet traditionell im Februar.
- Early-Bird-Tickets: Bis März gibt es oft vergünstigte Mehrtagespässe.
Tickets online gibt es hier oder Sie kaufen direkt vor Ort an den Einlässen. - Preise (geschätzt): * Tagesticket: ca. 30,00 €
- 2-Tages-Ticket: ca. 45,00 €
- Studenten/Senioren: Ermäßigungen verfügbar (Ausweis erforderlich).
- Neu 2026: Eine verstärkte Kopplung der Tickets an die digitale Venezia Unica App, um den Zugang zu den oft überfüllten Pavillons in den Giardini besser zu steuern.


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Über diese Aktivität
- Kostenlose Stornierung. Bis 24 Stunden vorher stornierbar, volle Rückerstattung
- Jetzt reservieren, später zahlen
- Dauer: 2 Stunden
- TourguideDeutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch
- Rollstuhlgerecht
- Private Gruppe
Fokus D-A-CH: Die Künstler und ihre Visionen zur Biennale 2026
🇩🇪 Deutschland: Der Pavillon als Resonanzkörper
Künstlerin: Anne Imhof (Rückkehr nach dem Goldenen Löwen 2017)
- Biografie: Die 1978 in Gießen geborene Künstlerin ist weltweit bekannt für ihre performativen Installationen, die Malerei, Skulptur und Sound vereinen. Ihr Werk beschäftigt sich oft mit Entfremdung, Sehnsucht und der Macht der Geste.
- Was ist zu sehen?Imhof nutzt das Motto „In Minor Keys“ für eine radikale räumliche Umgestaltung. Anstelle von Glaswänden und harten Kanten (wie bei Faust) setzt sie 2026 auf akustische Landschaften. Besucher wandern durch ein Labyrinth aus Schatten und feinen Nebelschwaden, untermalt von einer eigens komponierten Komposition in Moll. Es ist eine „stille Performance“, die die Melancholie des deutschen Pavillons als historisches Monument hinterfragt.
🇦🇹 Österreich: Die Archäologie des Moments
Künstlerin: Angelika Loderer
- Biografie: Die Steirerin (Jahrgang 1984) hat sich einen Namen durch ihre Arbeit mit ungewöhnlichen Gussmaterialien wie Formsand gemacht. Sie nutzt oft Hohlräume im Boden oder Insektenbauten als Vorlage für ihre Skulpturen.
- Was ist zu sehen?Loderer verwandelt den österreichischen Pavillon in eine „Baustelle der Stille“. Sie zeigt Skulpturen, die aus dem Sand der Lagune geformt wurden und im Laufe der Ausstellungsmonate langsam zerfallen oder ihre Form verändern. „In Minor Keys“ wird hier physisch erlebbar: Es geht um den Prozess des Vergehens und die Schönheit der Fragilität. Ein Highlight sind die „Sand-Güsse“, die direkt vor Ort im Garten des Pavillons entstehen.
🇨🇭 Schweiz: Die Architektur des Klangs
Künstler: Alexandre Babel & Latifa Echakhch (Kollaboration)
- Biografien: Echakhch (geboren in Marokko, lebt in der Schweiz) ist bekannt für ihre poetischen Installationen über Verlust und Erinnerung. Babel ist ein renommierter Perkussionist und Komponist, der an der Schnittstelle zwischen Musik und bildender Kunst arbeitet.
- Was ist zu sehen?Der Schweizer Pavillon wird zum „Konzertsaal ohne Musiker“. Die Künstler installieren eine riesige mechanische Skulptur aus recycelten Materialien früherer Ausstellungen, die durch Wind und Bewegung subtile, melancholische Klänge erzeugt. Es ist eine direkte Antwort auf das Motto: Die Kunst ist hier nicht das Sichtbare, sondern das Echo, das im Raum bleibt. Besucher sind eingeladen, sich hinzusetzen und der „Moll-Stimmung“ der Apparatur zuzuhören.
Kunst-Highlights 2026 (Jenseits des Hauptprogramms)
Zusätzlich zum offiziellen Programm der Biennale („In Minor Keys“) finden 2026 hochkarätige Sonderausstellungen statt, die oft weniger überlaufen sind.
Top-Ausstellungen der Museen
- Marina Abramović (06. Mai – 19. Okt. 2026): In den Gallerie dell’Accademia. Eine der meistdiskutierten Schauen des Jahres.
- Jenny Saville (ab Frühjahr 2026): Im Ca‘ Pesaro. Die erste große Einzelausstellung der britischen Malerin in Venedig.
- Michael Armitage (Ganzjährig): Im Palazzo Grassi (Pinault Collection). Eine kraftvolle Auseinandersetzung zwischen ostafrikanischer und westlicher Kunst.
- Lucio Fontana & Peggy Guggenheim: Die Peggy Guggenheim Collection zeigt 2026 eine Sonderausstellung über Fontanas Keramik-Werke und Peggys Londoner Vermächtnis.
„Collateral Events“ (Nebenveranstaltungen der Biennale)
Diese offiziell anerkannten, aber unabhängig organisierten Ausstellungen finden über die ganze Stadt verteilt in Palazzi statt, die oft nur zu diesem Anlass für die Öffentlichkeit zugänglich sind:
- Insel San Giorgio Maggiore: Die Fondazione Giorgio Cini plant 2026 immersive Medienkunst-Projekte, die das Motto „In Minor Keys“ digital interpretieren.
- Palazzo Cini: Hier endet am 2. März 2026 die große Doppelausstellung zu Casanova, die man im Januar noch unbedingt mitnehmen sollte.
Kleinere Messen & Insider-Termine
- Venice Design Week (Oktober 2026): Ein Muss für Ästheten. Junge Designer bespielen versteckte Campi und Ateliers.
- Antiquitätenmarkt am Campo San Maurizio: Findet mehrmals im Jahr statt (Termine meist im April, Juni, September und Dezember). Hier findet man echte venezianische Schätze.
Tipps für Ihre Reiseplanung
Wann ist die beste Reisezeit für Venedig?
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Ein Insider Reiseführer für Entdecker in Venedig
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Venedig im Winter – lohnt sich eine Reise?
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Hochwasser Venedig aktuell – Pegelstände in Echtzeit.
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Venedig 2026: Das sind die absoluten Highlights des Jahres
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