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Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Eine Spurensuche im Palazzo Venier dei Leoni

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector. Wer heute an die moderne Kunst in Venedig denkt, kommt an einem Namen nicht vorbei: Peggy Guggenheim. Doch bevor sie den Canal Grande zu ihrer Heimat machte und den Palazzo Venier dei Leoni in einen Tempel der Moderne verwandelte, lag ein entscheidendes Kapitel ihrer Reise im London der späten 1930er Jahre. Eine neue Sonderausstellung im Guggenheim Venedig beleuchtet nun genau diese Geburtsstunde einer der bedeutendsten Sammlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Veranstaltungsorte:

Venedig: Peggy Guggenheim Collection, 25. April – 19. Oktober 2026

London: Royal Academy of Arts, 21. November 2026 – 14. März 2027

Guggenheim New York, 16. April 2027 – 12. September 2027

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Venedig-Urlauber kennen das Bild: die ikonische Fassade des unvollendeten Palazzo im Stadtteil Dorsoduro, in dem Peggy Guggenheim ihre letzten Jahrzehnte verbrachte. Doch die Sammlung, die wir dort heute bewundern, ist kein Zufallsprodukt. Sie ist das Ergebnis einer intensiven, fast rasanten Entwicklung, die ihren Ursprung in der Londoner Galerie „Guggenheim Jeune“ hat.

Die Geburtsstunde einer Vision: 1938–1939

Es war der Januar 1938, als Peggy Guggenheim in der 30 Cork Street ihre Galerie eröffnete. Was als Wagnis begann, wurde in nur anderthalb Jahren zur Initialzündung für ihre lebenslange Leidenschaft. Die Ausstellung interpretiert diese Phase nicht bloß als eine Aneinanderreihung von Daten, sondern als die Transformation einer Frau von einer Kunstliebhaberin zur wegweisenden Mäzenin.

Was die Besucher erwartet: Meisterwerke und Entdeckungen

Die Kuratorinnen Mariateresa Cascetta und Karole P. B. Vail haben für diese Schau Werke zusammengetragen, die Peggy Guggenheim während ihrer Londoner Zeit ausstellte oder erwarb. Es ist eine Reise zurück zu den ersten Schritten von Giganten der Moderne, die Peggy oft als Erste förderte:

  • Jean Cocteau: Die Galerie eröffnete damals mit einer Ausstellung seiner Arbeiten.
  • Wassily Kandinsky: Peggy widmete ihm 1938 die erste Einzelausstellung in Großbritannien.
  • Yves Tanguy: Ein weiterer Eckpfeiler ihrer frühen Sammlertätigkeit.

Die Ausstellung zeigt Skulpturen, Gemälde und Papierarbeiten von Künstlern wie Constantin Brâncuși, Henry Moore, Alexander Calder und Max Ernst. Für den Besucher wird greifbar, wie Peggy Guggenheim in London jene Kriterien entwickelte, nach denen sie später ihre gesamte Sammlung aufbaute – immer geleitet von Intuition und dem Mut zum Nonkonformismus.

Eine Auswahl der Werke dieser Ausstellung

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Wassili Kandinsky (1866–1944),
Dominante Kurve ( Courbe dominante ), April 1936,
Öl auf Leinwand, 129,2 × 194,3 cm
, Solomon R. Guggenheim Museum, New York, Solomon R. Guggenheim Founding Collection

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Wassili Kandinsky (1866–1944)
Kosaken ( Fragment zu Komposition IV ), 1910–11,
Öl auf Leinwand, 94,5 × 130,2 cm,
Tate, London, Geschenk von Mrs. Hazel McKinley, 1938

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Wassili Kandinsky (1866-1944)
Grüne Figur ( Figur verte ), 1936
Öl auf Leinwand, 117,5 cm x 89,3 cm
Centre Pompidou, Paris, Musée national d’art moderne / Centre de création in-dustrielle, Nachlass Nina Kandinsky, 1981, Hinterlegung vom 20. Juli 1998 im Musée d’art moderne et contemporain de la Ville de Straßburg, Straßburg

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Rita Kernn-Larsen (1904-1998)
Hinter dem Spiegel ( Spejlets Revers ), 1937
Öl auf Leinwand, 120 x 84 cm
Kunstmuseet i Tonder, Dänemark

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Sophie Taeuber-Arp (1889–1943)
Gleichgewicht ( Equilibre ), 1932,
Öl auf Leinwand, 41,7 × 33,5 cm,
Stiftung Arp e. V., Berlin/Rolandswerth

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Marie Vassilieff (1884–1957)
Maske von Marlene Dietrich, fotografiert von Pierre Delbo, 1930.
Fotografie, 15 x 11 cm.
Sammlung Claude Bernès, Paris, mit freundlicher Genehmigung von Rouillac, Frankreich.

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

Marie Vassilieff (1884–1957)
Puppen von Jean Cocteau und Alexandre Dianou , fotografiert von Pierre Delbo, 1922.
Fotografie, 22 x 17 cm.
Sammlung Claude Bernès, Paris, mit freundlicher Genehmigung von Rouillac, Frankreich.

… und weitere in der Ausstellung

Warum diese Ausstellung für Venedig-Besucher wichtig ist

Für uns als Kenner von Venedig bietet diese Ausstellung einen vollkommen neuen Blickwinkel. Wir sehen nicht nur das fertige Lebenswerk, das wir im Palazzo gewohnt sind, sondern wir verstehen die „Genese“. Es wird deutlich, dass Peggy Guggenheim die moderne Kunst nicht nur nach Venedig brachte, sondern dass sie das Fundament dafür in der kreativen (und politisch bereits unter Druck stehenden) Atmosphäre Londons kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs legte.

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

© Peggy Guggenheim in London: The Making of a Collector, 25.04–19.10.2026, Peggy Guggenheim Collection. Ph. Matteo De Fina

Die Schau verdeutlicht Peggys Rolle als Brückenbauerin zwischen der europäischen Avantgarde und dem britischen Kunstmarkt, bevor sie schließlich über New York ihren Weg zurück nach Europa – in unser geliebtes Venedig – fand.

Peggy Guggenheim: The Making of a Collector

© Peggy Guggenheim in London: The Making of a Collector, 25.04–19.10.2026, Peggy Guggenheim Collection. Ph. Matteo De Fina

Praktische Informationen für Ihren Besuch und Tickets

  • Ausstellungszeitraum: 25. April – 19. Oktober 2026
  • Ort: Peggy Guggenheim Collection, Palazzo Venier dei Leoni, Venedig
  • Themen: Guggenheim Jeune, Londoner Jahre, frühe Moderne
  • Unser Tipp : Da die Peggy Guggenheim Collection eines der meistbesuchten Museen Venedigs ist, empfehlen wir dringend, Tickets im Voraus zu reservieren, besonders während der Sommermonate.
    Online-Buchungen können Sie bei verschiedenen Anbietern vornehmen.
    Zum Beispiel auf:
    Tiqets.com
    GetYourGuide
    Tripadvisor

Wie komme ich zur Peggy Guggenheim Collection?

Die Peggy-Guggenheim-Collection ist von den Vaporetto-Haltestellen „Accademia“, „Salute“ und „Zattere“ aus bequem zu erreichen.

Von Piazzale Roma oder Ferrovia:
Vaporetto Nr. 2, Richtung Lido, Haltestelle Accademia.
Vaporetto Nr. 1, Richtung Lido, Haltestellen, Accademia oder Salute.

Vom Markusplatz:
Vaporetto Nr. 2, Richtung Piazzale Roma, Haltestelle Accademia.
Vaporetto Nr. 1, Richtung Piazzale Roma, Haltestellen, Salute oder Accademia.

Kostenlose Fahrpläne und Linieninformationen können Sie auf unserer Webseite herunterladen.
Fahrpläne 2026 für Vaporetti in Venedig, kostenloser Download
https://www.venedig-info.com/fahrplaene-2026-fuer-vaporetti-in-venedig-kostenloser-download/
© Venedig-Info.com

Sicherheits- und Einlasskontrollen

Ab dem 4. Mai 2026 werden am Museumseingang Sicherheitskontrollen von Taschen und Rucksäcken gemäß den Vorgaben der zuständigen Behörden durchgeführt. Koffer und Gepäckstücke sind nicht gestattet.

Barrierefreiheit für Besucher mit eingeschränkter Mobilität

  • Das Museum gewährt Besuchern mit eingeschränkter Mobilität und ihren Begleitpersonen freien Eintritt.
  • Rollstühle sind kostenlos an der Kasse des Museums erhältlich.
  • Das Museumspersonal steht Ihnen für den Besuch gerne zur Verfügung.
  • Ein direkter Zugang zum Museum vom Canal Grande aus ist nicht möglich .
  • Das Museum ist über Plattformaufzüge erreichbar: Ein Aufzug führt in den Garten (sieben Stufen); ein weiterer zum Eingang des Palazzos, in dem Peggy Guggenheim lebte und in dem die ständige Sammlung ausgestellt ist (acht Stufen); ein Aufzug zum Museumscafé (vier Stufen); ein weiterer Aufzug zu den Galerien für Wechselausstellungen (neun Stufen), mit Ausnahme der letzten beiden und des Museumsshops.
  • Die Barchessa des Museums (in der die Sammlung Schulhof zu sehen ist) ist direkt vom Garten aus zugänglich.
  • Auch der Museumsshop ist direkt vom Garten aus erreichbar.

Weitere Informationen:
+39 041 2405 440
+39 041 2405 419
visitorinfo@guggenheim-venice.it

Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Besucher

Die Peggy Guggenheim Collection bietet ein innovatives Barrierefreiheitsprogramm für blinde und sehbehinderte Besucher an: Double Meaning – eine taktile Reise durch die Peggy Guggenheim Collection .

Im Rahmen des Programms sind in den Museumsgalerien taktile Reproduktionen einiger ausgestellter Werke zu finden. Besucher können an der Museumskasse weitere taktile Reproduktionen anfordern oder beschreibende Karten zu ausgewählten Werken einsehen, die im Bereich „Tastführungen“ zum Download bereitstehen.

Das Museum gewährt blinden oder sehbehinderten Besuchern sowie deren Begleitpersonen freien Eintritt.
Assistenztiere sind willkommen.
Fordern Sie eine kostenlose Tastführung an und reservieren Sie diese per E-Mail an doppiosenso@guggenheim-venice.it oder telefonisch unter
+39 041 2405 430 oder
+39 041 2405 401.

Adresse

Peggy Guggenheim Collection
Palazzo Venier dei Leoni
Dorsoduro 701
30123 Venedig

Öffnungszeiten

Täglich 10:00–18:00 Uhr.
Dienstags und am 25. Dezember geschlossen.

Allgemeine Informationen
+39 041 2405 411
info@guggenheim-venice.it

Besucherservice
+39 041 2405 440
+39 041 2405 419
visitorinfo@guggenheim-venice.it

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Titelfoto by G.Lanting – Own work, CC BY 3.0